Chronik
Gründung und Anfangsjahre
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Sulzfeld eine lebendige Sportkultur. Im Jahr 1904 wurde der ASV Sulzfeld zunächst als Turnverein gegründet.
Erster Vorsitzender war Heinrich Guck, der mit großem Engagement die Geschicke des jungen Vereins leitete. Als Turnwart prägte Rudolf Wohlfart die Trainingsarbeit.
Schon damals zeigte sich ein lebendiges Vereinsleben: Rund 25 aktive und 96 passive Mitglieder engagierten sich. Trainiert wurde im Tanzsaal des „Gasthauses zum Hirschen“ und auf dem Turnplatz am Kuhtrieb, dem heutigen Standort der Waldstraße.
Die Unterstützung umliegender Vereine unterstrich den Gemeinschaftssinn in dieser frühen Phase.
Nachkriegszeit und Wiederaufbau
Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine neue Ära für den Verein. Das Vereinsleben wurde wieder aufgenommen, geriet aber um 1930 erneut ins Stocken.
Ab 1946 erlebte der Verein unter dem Namen „Allgemeiner Sportverein Sulzfeld“ einen Neustart. Die Trainings fanden zunächst auf der Försterwiese, später auf der Bullenwiese statt.
1953 erhielt der Verein mit dem Sportplatz am „Hohen Kreuz“ erstmals eine feste Heimstätte. In dieser Zeit wuchs der sportliche Ehrgeiz: Die 1. Mannschaft spielte ab 1951 in der C-Klasse und stieg 1955 in die B-Klasse auf.
Mannschaftsfahrten erfolgten zunächst mit dem Fahrrad, ab 1953 mit dem Bus. Das „Gasthaus zur Wildburg“ wurde zum neuen Vereinslokal und bot einen Treffpunkt für Mitglieder und Freunde des Sports.
Modernisierung und Wachstum
Die 1960er- und 1970er-Jahre standen im Zeichen des Ausbaus und der Modernisierung. Zum 60-jährigen Jubiläum 1964 wurden Fahnenweihe und Festumzug veranstaltet.
Unter dem Vorsitz von Erwin Glückert startete 1970 der Bau des Sportheims am Sandhofer Weg 5, das 1971 eröffnet wurde. Die Amtszeit von Paul Hümpfner brachte weitere Verbesserungen: Flutlichtanlage, Kinderspielplatz und erfolgreiche Jugendmannschaften prägten das Vereinsbild.
Mit Willi Räth als Vorsitzendem ab 1980 wuchs die Mitgliederzahl stetig. Neue Veranstaltungen wie das Gaudisportfest, ein Ausweichplatz am Bodenweg und die Faschingspredigt im Sportheim bereicherten das Vereinsleben. Die Fertigstellung der Höhberghalle 1993 brachte einen Aufschwung für die Gymnastikgruppe und das Tischtennis.
Jubiläen und besondere Ereignisse
Die Jubiläen des Vereins waren immer besondere Höhepunkte. 1994 feierte der ASV sein 90-jähriges Bestehen, begleitet von Brunnenbau und Renovierungen am Sportheim.
Mit Udo Krug als neuem Vorsitzenden ab 1996 ging der Verein in eine zukunftsorientierte Phase. Das 100-jährige Jubiläum 2004 wurde mit einer Sportwoche begangen. 2008 führte der Verein erstmals Public Viewing bei internationalen Fußballmeisterschaften ein.
Diese Veranstaltungen wurden schnell ein fester Bestandteil des Vereinskalenders. 2009 folgte die Fusion mit dem Kegelclub Sulzfeld, um ein großes Sportzentrum zu planen. Auch wenn dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden konnte, stärkte die Zusammenarbeit das Vereinsleben.
Seit 2012 beteiligt sich der ASV an der Beachparty des Junggesellenclubs. Die Spielgemeinschaft mit dem MSV Merkershausen ab 2013 ermöglichte zwei Herrenmannschaften und führte 2013/14 zum Wiederaufstieg der 1. Mannschaft in die Kreisklasse unter Trainer Heinz Tüchert. 2014 wurde das 110-jährige Jubiläum gemeinsam mit dem Musikverein gefeiert.
Gegenwart und aktuelle Entwicklungen
Ab 2015 übernahm Udo Streit den Vorsitz und setzte zahlreiche Modernisierungen um. Dazu zählen ein neuer Brunnen, ein Zaun und ein Jugendraum. 2021 wurde der Spielplatz nach dem Fällen von Eichen wegen Schädlingsbefall neugestaltet.
Das 120-jährige Jubiläumsfest 2024 war Anlass für umfangreiche Renovierungen am Sportheim. Besonders hervorzuheben ist das von Christian Stingl gemalte Vereinswappen an der Fassade.
Weitere Neuerungen sind zwei Rasenmäher-Roboter, eine Photovoltaikanlage, die Renovierung des Gastraums und eine modernisierte Bandenwerbung. Heute zählt der ASV Sulzfeld weit über 500 Mitglieder. Der Verein bietet ein vielfältiges Angebot und bleibt durch regelmäßige Modernisierungen und neue Projekte attraktiv für alle Generationen.